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Podengo
Cirneco dell’Etna

Autor:Reinhard Baumgart

Eine Theorie zur Herkunft besagt, dass ihr Vorfahre der ägyptische Tesem ist, jene uralte Rasse, der schon die Ägypter in ihren Grabmalen ein Denkmal gesetzt hatten. Einen wissenschaftlichen Beleg für diese Vermutung gibt es jedoch nicht, so dass es auch denkbar ist, dass die verschiedenen Rassen auf die im gesamten Mittelmeerraum und in weiten Teilen Afrikas verbreiteten Pariahunde zurückgehen und sich aufgrund ähnlicher topografischer Bedingungen parallel entwickelt haben.

Der Podenco fällt durch "fledermausähnlichen" Stehohren auf, die durch die schlanke Körperform der meisten Varietäten noch größer erscheinen. Es kommen rauh- und glatthaarige Varianten vor, wobei die glatthaarigen in größerer Anzahl anzutreffen sind. Die Farben von weiß bis rot sind in allen Varianten zulässig. Vereinzelt kommen auch schwarz-weiße oder ganz schwarze vor. Diese Varietät entspricht allerdings nicht dem von der FCI festgelegten Standard. Man kann darüber spekulieren ob es eine Laune der Natur ist oder ob es ein Anzeichen für Anteile anderer Rassen ist. Im Allgemeinen werden die schwarzen oder schwarz-weißen als Mischlinge bezeichnet. Da die meisten Podencos in Spanien jedoch in Jägerhand sind, spielt die Farbgebung eine untergeordnete Rolle. Wichtig sind allein gute Jagdeigenschaften.

Sie sind ihrer Bestimmung nach "Solitärjäger", also Jagdhunde im wahrsten Sinne des Wortes: Sie jagen und fangen die Beute selbständig und bringen diese oft lebend zu ihrem Besitzer zurück: Sie jagen mit "weichem Fang". Oft werden sie nicht alleine eingesetzt, sondern als "Meute".
Der Begriff Meute erscheint hier allerdings nicht angebracht, da die Hunde in der Regel konfliktfrei im Team zusammenarbeiten. Streitigkeiten um die Beute kommen in der Regel nicht vor, Wie in authentischen Filmaufnahmen deutlich zu sehen ist. Die Hunde suchen sich ihre Aufgaben nach Belieben selbst aus: Manche stöbern eher im Gebüsch, andere umstellen die Büsche und stellen, was herausrennt.

In ihren Ursprungsländern werden die Podencos zur waffenlosen Meutejagd auf Kaninchen eingesetzt. Nur dafür werden sie gezüchtet. Eine Meute besteht in der Regel aus einem Rüden und bis zu 10 Hündinnen. Die größeren Rassevertreter sind sehr sprunggewaltig und überaus trittsicher.

Die Hunde dieser Rassengruppe sind nicht nur Sichtjäger, sondern sie jagen auch nach Gehör oder mit der Nase. Sie verstehen es auch, diese drei Möglichkeiten perfekt miteinander zu kombinieren.




Podenco Canario:
Zur Zeit (11/2006) gibt es in Deutschland nur 7 registrierter Podenco Canarios die soweit bekannt alle aus dem Tierschutz stammen. Ein paar davon haben die Renn- bzw. Coursinglizenz und sind hin und wieder auf Veranstaltungen zu sehen. Vereinzelt sieht man sie auf Zuchtschauen.

Auf der Mediterranen Jahresausstellung 2006 in Bad Homburg wurde erstmalig ein Jungrüde ausgestellt welcher von einem der wenigen FCI anerkannten Podenco Canario Züchter auf Teneriffa stammte.

Züchter gibt es für den Podenco Canario in Deutschland nicht.

Podenco Ibicenco:
Auch von dieser Rasse gibt es nicht wesentlich mehr Exemplare in Deutschland (2006) als von den Canarios. Soweit bekannt ist der überwiegende Teil dieser Hunde im Besitz des einzigen Podenco Ibicenc Züchters in Deutschland.

Anmerkungen in eigener Sache:

Mittlerweile gibt es in Deutschland eine beachtliche Anzahl von "Tierschutzpodencos", deren Besitzer allerdings leider kein oder ein nur geringes Interesse am Windhundsport zeigen. Die Ursachen dafür sind oft und in der Regel bei den vermittelden Tierschutzorganisationen zu suchen sind. Vielfach wird in den Schutzverträgen die Rennbahn oder das Ausstellen untersagt. Auch das Vorurteil das in Deutschland mit Hundewetten Geld verdient wird, wird von vielen Tierschutzorganisationen zumindest nicht ausgeräumt.

Die Windhundvereine sollten hierin eine Herausforderung sehen und den Podencobesitzern ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken.


Standards:

KANARISCHER PODENCO (Podenco Canario) FCI-Standard Nr. 329 / 03. 11. 1999/D

ÜBERSETZUNG : Dr. J.-M. Paschoud & Prof. Quaritsch.
URSPRUNG : Spanien.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDS : 24. 06. 1987.

VERWENDUNG : Der Podenco Canario wird zur Kaninchenjagd gebraucht und passt sich vorzüglich unter Verwendung seiner hervor- ragenden Nase, seines Auges und seines Ohres an die unregelmässige Bodenbeschaffenheit an. Er erträgt ohne weiteres die Hitze und ist im Stande, vom Morgengrauen an bis zum Einbruch der Nacht zu jagen.

Dank seines Geruchsinnes und seines Gehörs kann er das Vorhandensein von Kaninchen in der Tiefe der natürlichen Bodenspalten, in den Mauerritzen, in den Steinhaufen längs der gepflügten Felder, in den rohrartigen Gängen vulkanischer Herkunft und in stacheligen Sträuchern feststellen.

Sein aussergewöhnliches Überleben verdankt der Podenco Canario zweifellos seinen jagdlichen Fähigkeiten, welche ihn über Jahrhunderte zu einem unentbehrlichen Helfer gemacht haben.

Er ist in erster Linie ein Fährtenhund, der während der Nasenarbeit weder bellen noch die Beute greifen soll.
Er eignet sich auch zur kombinierten Jagd mit Frettchen, eine auf den Inseln erlaubte Jagdart. Er fängt normalerweise die Kaninchen im Fang.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 7 Urtyp, Hunde zur jagdlichen Verwendung. Ohne Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Auf den kanarischen Inseln, seiner Heimat, ist er unter dem Namen Podenco Canario bekannt. Er ist auf allen Inseln zahlreich vertreten, ganz besonders auf den grösseren, den Inseln Gran Canaria und Teneriffa.

Der Podenco Canario ist ein Hund altägyptischer Herkunft, der wahrscheinlich von den Phöniziern, den Griechen, den Karthagern und auch von den Ägyptern selbst in die kanarischen Inseln eingeführt worden ist.

Er ist eine der ältesten noch existierenden Rassen, deren Spuren (Zeichnungen, Statuen, Basreliefs) zahlreich in den Pharaonengräbern und in den Museen wie im Louvre oder im Britisch Museum vertreten sind. Die Rasse ist ca. 7000 Jahre alt.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Es handelt sich um einen Hund mittlerer Grösse, von länglichem Körperbau, schlank, leicht gebaut und äusserst widerstandsfähig. Das Knochengerüst ist gut entwickelt. Das Fehlen jeglichen Unterhautfettgewebes erlaubt es, das Relief des Rippenkorbes, die Wirbelsäule und die Hüftknochen zu erkennen. Die Muskulatur ist in hohem Grade entwickelt, trocken. Die Muskelkontraktionen sind durch die Haut sichtbar.

WICHTIGE PROPORTIONEN : Etwas länger als hoch. Brust gut entwickelt, reicht jedoch nicht bis zur Höhe der Ellenbogen. Fang etwas länger als der Schädel.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Mutig, nervig, unruhig, feurig und dynamisch, imponierend, aber keineswegs aggressiv. Seinem Herrn bedingungslos ergeben, verrichtet er unentwegt und ohne Anzeichen von Müdigkeit die härteste Tages- arbeit.

KOPF : Länglich, in Form eines Kegelstumpfes, in guter Proportion zum Körper, mittlere Länge 21 - 22 cm. Oberkopf- und Nasenrückenlinien verlaufen parallel.

OBERKOPF :
Schädel : Länger als breit, flach, mit vorstehendem Hinterhauptstachel.
Stop : Wenig ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Breit, fleischfarben, farblich mit dem Haarkleid übereinstimmend, Nasenlöcher mässig geöffnet.
Fang : Breit und vorstehend, in Form eines Kegelstumpfes, fleischfarben, mehr oder weniger dunkel je nach Farbe des Haarkleides.
Lefzen : Fein und straff, farblich mit der Nase übereinstimmend.
Kiefer / Zähne : Scherengebiss, perfekt schliessend, gut entwickelt.
Augen : Klein, schrägstehend, mandelförmig. Bernsteinfarben, heller oder dunkler, je nach Farbe des Haarkleides. Der intelligente Blick strahlt Adel aus.
Ohren : Ziemlich gross, bei Aufmerksamkeit aufgerichtet und leicht abstehend; in der Ruhe fallen die Ohren nach hinten; am Ansatz breit, nach oben zugespitzt.

HALS : Muskulös, gerade, Haut glatt und ohne Wamme, biegsam und rund.

KÖRPER :
Rücken : Kräftig, gut bemuskelt, zum Rennen und zur Jagd geeignet.
Lenden : Länglich.
Kruppe : Hüftknochen sehr kräftig, besonders sichtbar bei mageren Tieren und während der Jagdsaison.
Brust : Das Brustbein steht nicht vor. Die gut entwickelte Brust reicht jedoch nicht bis zur Höhe der Ellenbogen. Rippen oval. Der Brustumfang misst 5 bis 8 cm mehr als die Widerristhöhe.
Untere Profillinie und Bauch : Aufgezogen, aber nicht so sehr wie beim Galgo. Flanken gut markiert.

RUTE : Relativ tief angesetzt, in Fortsetzung der Kruppe. Rundlich in der Form reicht sie nur wenig tiefer als bis zum Sprunggelenk. Hängend oder sichelförmig getragen. Spitz zulaufend, meistens mit weissem Ende. Nie gerollt. Sie soll in der Aktion nicht zu hoch getragen werden.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND : Stellung absolut senkrecht, gerade und parallel. Knochenbau schlank, aber kräftig, Katzenpfoten, im allgemeinen leicht ausdrehend. Fussballen fest, ovaloid.
Winkelungen : Schulter-Oberarm-Winkel ca. 110°, Ellenbogen-Winkel ca. 140°.
HINTERHAND : Senkrecht und gerade, kräftig, gut bemuskelt. Sprunggelenk ziemlich hoch (gegen 18 cm vom Boden entfernt). Katzenpfoten, ganz gerade gestellt; Fussballen fest, oval. Keine Wolfskrallen.
Winkelungen : Hüft-Oberschenkel-Winkel ca. 110°, Knie-Winkel ca. 120°, Sprunggelenks-Winkel ca. 130°

GANGWERK : Im Trab weit ausgreifend, beflügelt und sehr leicht.

HAUT : Straff und faltenlos am Körper anliegend.

HAARKLEID
HAAR : Glatt, kurz und dicht.
FARBE : Rot mit weiss bevorzugt, wobei das Rot von Orange bis Dunkelrot (Mahagoni) reicht. Alle Kombinationen dieser zwei Farben.

GRÖSSE :
Widerristhöhe : Für Rüden : von 55 bis 64 cm, für Hündinnen: von 53 bis 60 cm.
Die Widerristhöhe kann sich jedoch je nach der Bodenbeschaffenheit der Gegend, wo der Hund lebt und jagt, ändern. Abweichungen von 2 cm über das Maximal- und unter der Minimalhöhe sind deshalb zulässig, sofern die Tiere dem Grundtyp der Rasse entsprechen.

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

SCHWERE FEHLER :
Allzu breiter Kopf.
Stop zu sehr ausgeprägt.
Hängende Lefzen.
Fehlen von Prämolaren.
Prognathismus.
Zu stark nach aussen stehende Ohren.
Flachrippigkeit.
Vorstehendes Brustbein.
Eingerollte Rute.
Tiefgestelltes Sprunggelenk, Kuhhessigkeit.
Kreuzen der vorderen oder hinteren Extremitäten in der Bewegung
Aggressives Verhalten.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Quelle: DWZRV



PODENCO IBICENCO FCI - Standard Nr. 89 / 04. 02. 2000 / D

ÜBERSETZUNG : Dr. J.-M. Paschoud und Frau R. Binder-Gresly.
URSPRUNG : Spanien (Balearen).
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 26. 05. 1982.

VERWENDUNG : Der Podenco Ibicenco wird hauptsächlich zur Kaninchenjagd ohne Flinte, bei Tag und bei Nacht verwendet. Dank seines überaus feinen Geruchsinnes, dessen er sich zusammen mit dem Gehör mehr bedient als der Sicht, spürt und jagt er die Kaninchen auch an sehr dicht bewachsenen Stellen mit Leichtigkeit auf. Flink und schlau wie er ist, fängt er seine Beute rasch, besonders wenn er zusammen mit anderen Hunden jagt. Wenn ein Hund eine Beute anzeigt, umringen ihn alle anderen Hunde in einem gewissen Abstand und stehen auf der Lauer; sie bellen nur dann, wenn sie die Beute sehen oder hören und wenn sie diese umstellt haben. Beim Anzeigen und beim Einfangen der Beute wedeln alle Hunde heftig, lassen aber leicht von der Anzeigeposition ab. Der Podenco Ibicenco wird auch zur Jagd auf Hasen und Grosswild eingesetzt. Er apportiert die Beute gut. Von gewissen Ausnahmen abgesehen, werden für die Zusammensetzung der Meute nur Hündinnen verwendet mit höchstens einem Rüden, da letztere beim Jagen nicht zusammen- arbeiten und streitsüchtig sind. Wenn eine Meute einige Tausend Kaninchen eingefangen hat, kann es eigentümlicherweise vorkommen, dass einige Hunde derselben Meute nicht mehr jagen wollen, bevor ihnen nicht eine längere Ruhepause gewährt wird. Auf dieses Phänomen bezieht sich der spanische Ausdruck "enconillarse" (sich zur Ruhe legen).

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp. Sektion 7 Urtyphunde zur jagdlichen Verwendung.
Ohne Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Diese Rasse stammt aus den Baleareninseln Majorka, Ibiza, Minorka und Formentera, wo sie unter dem ursprünglichen Namen "Ca Eivissec" bekannt ist.

Sie ist auch in Katalonien, um Valencia, im Roussillon und in der Provence stark verbreitet, wo sie die Namen Mallorqui, Xarnelo, Mayorquais, Charnegue, Charnegui und Balearen-Hund trägt. Wahrscheinlich sind diese Hunde durch die Phönizier, die Karthaginienser und eventuell auch durch die Römer auf diese Inseln gebracht worden. Es handelt sich um einen typisch primitiven und robusten Vertreter einer der ältesten noch erhaltenen Rassen. Abbildungen dieser Hunde finden sich in Gräbern von Pharaonen und auf Museumsgegenständen, womit die Existenz dieser Rasse bereits im Jahre 3400 v.Chr. nachgewiesen ist.

WICHTIGE PROPORTION : Der Abstand von der Spitze des Fangs bis zu den Augen entspricht demjenigen von den Augen bis zum Hinterhauptbein.

KOPF : Gesamthaft betrachtet hat der lange, schmale Kopf die Form eines nahe an seiner Basis abgeschnittenen Kegels; ausgesprochen trocken, eher klein im Verhältnis zum Körper.

OBERKOPF :
Schädel : Lang und flach (dolichocephal), Hinterhauptsbeinhöcker vorstehend, Stirne schmal und flach.
Stop : Wenig ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Fleischfarben; Nasenlöcher offen; Nasenrücken leicht gewölbt.
Fang : Nasenrücken und Nase über den Unterkiefer hinausragend; schmal, lang und entsprechend der Farbe des Haarkleides fleischfarben.
Lefzen : Dünn, eng anliegend, fleischfarben.
Kiefer / Zähne : Perfekter Gebissschluss, Scherengebiss; weiss, regelmässig angeordnet.
Augen : Schräg, klein, von einer hellen Bernsteinfarbe, die an die Farbe einer Karamelle erinnert; die Bernsteinfarbe kann entsprechend der Farbe des Haarkleides mehr oder weniger intensiv sein. Ohne sehr edel zu wirken, verrät der Blick Intelligenz, aber auch Ängstlichkeit und Misstrauen.

Ohren : Immer steif, sehr beweglich; nach vorne, seitlich horizontal oder nach hinten gerichtet, aufrecht getragen, wenn der Hund erregt ist; das Zentrum des Ohransatzes befindet sich auf der Höhe der Augen; die Form ist die eines verlängerten Rhomboids, welches in einem Drittel seiner langen Diagonale abgeschnitten ist. Sie sind fein, ohne Behaarung an der Innenseite der Ohrmuschel; von mittlerer, nicht übertriebener Grösse.

HALS : Sehr trocken, sowohl in seinem oberen wie in seinem unteren Teil. Seine Länge beträgt ein Viertel der Länge des Körpers; leicht gewölbt, muskulös. Die Haut ist straff, glatt und ohne Wamme. Normalerweise ist das Haar im Bereich des Ansatzes am Körper länger und dichter; dies ist besonders auffällig bei der glatthaarigen Varietät.

KÖRPER : Gesamthaft betrachtet ist der Körper symmetrisch, leicht konvex und von mittleren ebenmässigen Proportionen, kompakt und etwas länger als hoch, ohne dass diese Differenz exakt festgelegt wäre.
Widerrist : Gut abgesetzt, hoch, trocken und lang.
Rücken : Gerade, lang und biegsam. Die Muskulatur ist stark, jedoch flach.
Lenden : Gewölbt, von mittlerer Breite, kräftig und fest.
Kruppe : Stark abfallend, mit sichtbarem Knochenbau; sie verfügt über eine sehr kräftige und harte Muskulatur.
Brust : Tief, schmal und lang; sie reicht aber nicht bis zu den Ellenbogen. Die Vorbrust ist spitz und stark vorstehend. Die Rippen sind flach.
Untere Profillinie und Bauch : Aufgezogen, aber nicht zu stark.

RUTE : Tief angesetzt, gegen das Rutenende hin rundum einige etwas längere und gröbere, grannenartig abstehende Haare aufweisend; lang. Wenn man die Rute zwischen den Beinen durchzieht, soll sie bis zur Wirbelsäule reichen; etwas dicker am Ansatz, sich allmählich zur Spitze hin verjüngend. In der Ruhe ist sie natürlich hängend; in der Bewegung wird sie mehr oder weniger eng gebogen sichelförmig getragen; es wird bevorzugt, wenn sie nicht aufrecht oder übertrieben eingerollt über dem Rücken getragen wird.

GLIEDMASSEN
VORDERHAND : Senkrecht, symmetrisch; von vorne gesehen ist die Stellung der Vorderläufe sehr eng; insgesamt stämmig, mit langen Gliedmassen, die den Eindruck eines schlanken, flinken jedoch kräftigen Tieres vermitteln.
Schultern : Schulterblatt schräg, kräftig, frei beweglich.
Oberarm : Sehr lang, gerade, stark und sehr eng gestellt.
Ellenbogen : Breit und vom Körper gut abgesetzt, parallel zur Medianebene des Körpers, niemals lose.
Unterarm : Gegen die Vorderfusswurzel zu breiter werdend.
Vordermittelfuss : Kräftig, fest, breit und gut aufrecht.
HINTERHAND :
Allgemeines : Senkrecht, mit langen, starken, flachen und trockenen Muskeln.
Sprunggelenk : Gut gewinkelt, breit, tief angesetzt, gut senkrecht und weder nach aussen noch nach innen gedreht.
PFOTEN : Nahezu Hasenpfoten; Zehen lang und eng aneinander liegend; Zehenzwischenräume gut behaart; Krallen sehr kräftig und normalerweise von weisser Farbe, manchmal der Farbe des Haarkleides entsprechend; Fussballen sehr hart.
GANGWERK : Die bevorzugte Gangart ist ein schwebender Trab; der Galopp ist sehr schnell und vermittelt den Eindruck einer grossen Behändigkeit.

HAUT : Straff, eng am Körper anliegend; sie ist rötlich pigmentiert, kann aber dort, wo das Haarkleid anders gefärbt ist, verschiedenfarbig sein.

HAARKLEID
HAAR : Glatthaar, Rauhhaar oder Langhaar.
Glatthaar : Soll nicht seidig, jedoch kräftig und glänzend sein.
Rauhhaar : Soll hart und sehr dicht sein; etwas kürzer auf dem Kopf und an den Ohren, etwas länger an der Hinterseite der Keulen und an der Unterseite der Rute; ein Bart ist sehr geschätzt; das Langhaar ist weicher und soll mindestens eine Länge von 5 cm aufweisen; der Kopf ist sehr dicht behaart.

FARBE : Bevorzugt wird weiss und rot, oder einfarbig weiss oder rot; falbfarbene Hunde sind zugelassen, sofern es sich um ausserordentlich gute Exemplare handelt, wobei jedoch bei Glatthaar diese Farbe nicht zulässig ist.

GRÖSSE :
Widerristhöhe : Rüden: 66 - 72 cm, Hündinnen: 60 - 67 cm.
Ohne übertriebene Strenge darf man Hunde, die dem Standardmass nahekommen, akzeptieren, sofern diese gut proportioniert sind und ästhetisch aussehen.

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

SCHWERE FEHLER :
Kopf kurz und breit.
Stop stark ausgeprägt.
Fehlen eines Prämolaren (PM).
Hängeohren.
Rippenkorb tonnenförmig.
Ellenbogen nach aussen gedreht.
Kuhhessige Sprunggelenke.
Nach aussen gedrehte Pfoten.
Kreuzen der Pfoten und der Sprunggelenke in der Bewegung.


AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
Schädel in Form einer Treppe (Ebene des Schädels im Vergleich zum Nasenrücken zu hoch).
Nasenschwamm : braune Pigmentierung oder schwarze Flecken.
Jeder andere Gebissschluss als ein Scherengebiss.
Augenlider und Lefzen : rot-braun.
Anzeichen einer Kreuzung mit einem Galgo oder einem anderen Windhund, d.h.:
Gefaltete Ohren, Dunkle Augen. Kruppe breit. Vorbrust wenig ausgeprägt. Vorderläufe weit auseinander.
Oberschenkel rundlich und breit, mit sichtbar vorstehenden Venen.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Quelle: DWZRV




Mehr Infos und Fotos über diese Rasse stehen auf der Seite http://www.podencoclub-deutschland.de zur Verfügung.

Reinhard Baumgart
webmaster@podencoclub.de
http://www.podencoclub.d