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Bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts nahm die Kynologie den Azawakh nicht zur Kenntnis. Es gab einen hochbeinigen Hund der afrikanischen Wüste, den Sloughi. Der war zwar überwiegend sandfarben, doch gab es einen dunkelbraunen Typ, den man eben zu eine Varietät des Sloughi rechnete. So wurden beide Typen als eine Windhundrasse angesehen. Erst als in den Jahren nach 1960 Erkundungen der südlichen Sahara mit den Hauptländern Mali und Niger dort ein mehr als 1.ooo km langes Tal fanden, in dem die Tuaregs die dunkelbraune Art perfekt züchteten, meinte man , es doch wohl mit einer besonderen Rasse zu tun zu haben. Sie erhielt 1975 einen eigenen Standard. Den Hund nannte man nach dem Tal, in dem die Heimat gesehen wurde, Azawakh. Seitdem hat sich der Azawakh in ganz Europa verbreitet, wobei Frankreich und Jugoslawien hervorzuheben sind. Der überaus elegante und freundliche Hund hat überall seine Liebhaber. Das ist nicht verwunderlich, denn, obwohl er ein echter Windhund ist, ist er ebenso ein Familienhund, der sich gut anschliesst und überaus kinderfreundlich ist. Wie alle Windhundrassen ist er natürlich ein Jäger von Wild und sollte daher immer den nötigen Auslauf haben. Da das in freier Natur nicht mehr möglich ist, sollte er regelmässig zu Training und Rennen oder Coursing auf die Bahn geschickt werden. Dort besticht er wegen seiner enormen Ausdauer, seine elegante und sichere Verfolgung. Je nach Geschlecht hat der Azawakh eine Schulterhöhe von 60 bis 74 cm.. Als Farben gelten von hellsandfarben bis zum tiefen dunkelbaun alle Schattierungen. Bemerkenswert sind weiße Abzeichen an Kopf, Brust, Rute und Vorder- und Hinterläufen. Seine Gestalt im Hochrechteck mit der mässigen Winkelung der Gliedmaßen verleiht dem Hund Eleganz und Würde. (G. Schultze)
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