enn auch nahezu alle Windhundrassen gut zu Rennen zu gebrauchen
sind, ist der Greyhound das Ideal. Er gilt zu Recht als der schnellste Hund der
Welt, läuft er doch die übliche Standardstrecke von 480 Metern in
weniger als 29 sec. . Das bedeutet eine 100 Meter-Zeit von 6,o4 sek. oder eine
KM-Zeit von etwa 60. Nur der Gepard ist über kurze Strecken noch etwas
schneller. Wegen seiner Schnelligkeit war er seit unserer Zeitrechnung als
Jagdbegleiter beliebt.Da seinerzeit nur hochgestellte Personen das Jagdrecht
hatten, war der Besitz eines Greyhounds vom Stand seines Besitzers
abhängig. Erst Bismarck hat die alten Jagdgesetze aufgehoben und die Jagd
mit Hunden generell verboten. Seitdem ist der Greyhound auch Familienhund
geworden, denn ausser seiner Jagdleidenschaft ist er ein ungewöhnlich
häusliches Tier, der in einer Wohnung wunderbar zu halten ist, selbst bei
knappem Raum. Der Greyhound hat eine Grösse von etwa 66 - 76 cm.
Farbvorschriften gibt es nicht, daher kommt er in allen möglichen Farben
vor. Doch unabhängig von Farbe und Grösse, ist er als Typ immer
gleich. Ein äusserst angenehmer Hausgenosse, der kaum Ansprüche
stellt, es sei denn, er erwartet ausreichend Auslauf. Und da ein Freilauf in
der Natuzr nur sehr selten möglich ist, gehört zu einem Greyxhound
eine Rennbahn, deren es zur Zeit 27 in Deutschland gibt. Hier wird aus dem
ruhigen Hund ein leidenschaftlicher Renner und genau das ist es, was ein
Greyhound braucht.Die zweite Möglichkeit, das Coursing, hat sich für
den Grey als nicht besonders nützlich erwiesen. Die kurzen Strecken, die
vielen scharfen Kicks sind für den schweren und schnellen Grey zu eng,
sodaß er die vielen Winkelungen nicht nachvollziehen kann und nicht
selten den Hasen verliert. Auf jeden Fall ist er kein Zwingerhund. Er braucht
auf der einen Seite "seine" Familie, aber auch die Bewegung. Wer das
erfüllen kann, für den ist der Greyhound ein grossartiger Begleiter.
(G. Schulte) |